Unfallversicherung im Überblick 2018

Bei einer Unfallversicherung handelt es sich um eine Versicherungsart, die die finanziellen Schäden nach einem Unfall reguliert. Die häufigsten Unfälle ereignen sich aktuell im Straßenverkehr. Bei Verkehrsunfällen kommt es häufig zu schweren Schäden an Fahrzeugen und zu körperlichen Schäden. Hier greift eine Versicherung und kommt für mögliche Sachschäden (Reparaturkosten oder Kosten für den Neuerwerb) und medizinische Notfallbehandlungen auf. Auch eine mögliche Invalidität wird von einer Unfallversicherung finanziell reguliert, so dass diese auch langfristig nach einem Unfall zahlt.

Da besonders nach schweren Unfällen die sofortige Rückkehr an den Arbeitsplatz auf Grund körperlicher Beeinträchtigungen nicht möglich ist, reguliert die Unfallversicherung dadurch möglicherweise entstehende Verdienstausfälle. Unabhängig von der Schuldfrage reguliert die Versicherung stets die Schäden des Versicherungsnehmers und gegebenenfalls mitversicherter Personen. Der Unfallverursacher kann grundsätzlich über seine Haftpflichtversicherung möglicherweise entstandene Schäden geltend machen.

 

Welche Arten unterscheidet man?

Grundsätzlich kann zwischen zwei unterschiedlichen Versicherungsarten unterschieden werden. Die gesetzliche UVreguliert Unfallschäden, die sich auf Grund der Berufsausübung ergeben. Hierzu gehören Arbeitsunfälle, Unfälle auf dem Arbeitsweg und Berufskrankheiten. Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein Zweig des Sozialversicherungssystems. Jeder Arbeitnehmer ist stets über den Arbeitsgeber versichert.

Darüber hinaus kann eine private Unfallversicherung abgeschlossen werden. Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Versicherung. Bei den privaten Versicherungen werden dem Versicherungsnehmer großzügigere finanzielle Regulierungen nach einem Unfall angeboten, als von der gesetzlichen UV. So kommt die freiwillige Unfallversicherung in der Regel auch für nötige kosmetische Operationen nach einem Unfall, für das Krankenhaustagegeld, für Bergungskosten und für Kuraufenthalte auf.

 

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Generell sind die Preisunterschiede zwischen den unterschiedlichen Anbietern von privaten Unfallversicherungen sehr groß. Aus diesem Grund sollte vor Vertragsabschluss stets ein ausführlicher Unfallversicherung Vergleich der einzelnen Angebote untereinander durchgeführt werden. Hierfür eignen sich besonders Online-Vergleichsportale oder Erfahrungsberichte im Internet. Auch wenn bereits eine Versicherung abgeschlossen wurde, sollten Versicherungsnehmer stets aktuelle Versicherungsangebote im Auge behalten. Oftmals können bei einem Wechsel nicht nur enorme Kosten eingespart werden, vielmehr kann der Schutzstatus auch bei einem Wechsel erhöht werden. Auch bieten viele private Versicherer attraktive Willkommensgeschenke für Neukunden an. Vom Abschluss eines Mehrjahresvertrages raten Versicherungsexperten auf Grund der derzeit am Markt bestehenden Preisdynamik ab.

In der Regel können Verträge im Segment Unfallversicherung mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt werden. Die Kündigung sollte dabei unbedingt schriftlich, am besten per Einschreiben / Rückschein erfolgen.

Eine zuverlässige Police mit einer Progression von 225 Prozent kostet derzeit für einen 30-jährigen Angestellten bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro rund 90 Euro jährlich. Über 60-jährige und chronische Kranke, wie zum Beispiel Diabetiker oder Asthmatiker, haben nicht selten massive Probleme damit, überhaupt in eine private UV aufgenommen zu werden. Wird ihnen letztlich doch ein Angebot gemacht, haben diese Personengruppen mit weitaus höheren monatlichen / jährlichen Beiträgen zu rechnen.

 

Der Vergleich im Mittelpunkt

Zur Standardleistung einer privaten Unfallversicherung gehört die Regulierung von Kosten für die sofortige medizinische Behandlung nach dem Unfall. Auch zahlt die Versicherung sogenannte „Invaliditätsleistungen“, wenn sich auch einem Jahr nach dem Unfall körperliche Beeinträchtigungen in Folge des Unfalls zeigen. Verstirbt der Versicherungsnehmer in Folge des Unfalls, so zahlt die private Versicherung Todesfallleistungen an die Hinterbliebenen.

Um diese Leistung zu erhalten, müssen die Angehörigen direkt nach dem Tod eine Meldung machen und im Zweifelsfall einer Obduktion des Leichnams zustimmen. Zu den weiteren Regelleistungen der privaten Unfallversicherungen zählen Unfallrenten, Übergangsleistungen, Krankentagegelder, Genesungsgelder, Bergungskostenübernahmen, Kurkostenbeihilfen, Beihilfen für Reha-Maßnahmen, die Kostenübernahme bei kosmetischen Behandlungen und sonstige Leistungen.

Da Unfälle vorab nie planbar sind und sich niemand effektiv vor einem Unfall schützen kann, empfiehlt sich stets der Abschluss einer privaten Versicherung. Besonders Verkehrsunfälle sind kostenintensiv und nicht selten zahlen nicht oder nicht ausreichend versicherte Personen ihr ganzes Leben die entstandenen Schäden ab.

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