Unfallversicherung im Vergleich 2018

Was ist eine Unfallversicherung?

Bei einer Unfallversicherung handelt es sich im deutschen Gesundheitssystem um eine Versicherung, die die Schäden eines Unfalls finanziell reguliert. Zu den möglichen Schäden können hierbei akute medizinische Behandlungskosten oder auch die finanziellen Folgen einer Invalidität oder einer (dauerhaften) Berufsunfähigkeit zählen.

Die Versicherung deckt dabei nur die Schäden des Versicherungsnehmers, gegebenenfalls weiterer mitversicherter Personen, ab. Die Schuldfrage bleibt bei möglichen Kostenübernahmen unberücksichtigt. Eine Haftpflichtversicherung beinhaltet auch stets einen Versicherungsschutz des Unfallversursachers vor möglichen Folgekosten, die mit einem Unfall verbunden sind.

 

Wann ist der Abschluss einer privaten Unfallversicherung sinnvoll?

In Bezug auf einen möglichen Abschluss einer privaten Versicherung herrschen oftmals Verunsicherungen und Fragen vor. Die private UV zahlt stets, wenn es zu einem bleibenden körperlichen Schaden in Folge des Unfalls gekommen ist. Somit sind beispielsweise leichte und schnell verheilende Verletzungen, wie typische Knochenbrüche, vom Schutz durch eine private Versicherung ausgeschlossen.

Auch liegt auf dem Weg zur Arbeitsstätte, zu einem Ehrenamt, zur Universität oder zur Schule stets ein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz vor. Diese Versicherung beinhaltet dabei auch immer die Kostenübernahme der Folgekosten für Reha-Maßnahmen oder Einkommensausfälle. Außerdem übernimmt die gesetzliche Versicherung eine kleine Rente, wenn nach dem Unfall eine langfristige Berufsunfähigkeit eintritt.

Die wichtigste Voraussetzung, damit eine eine eigene Unfallversicherung zur Zahlung verpflichtet wird, ist, dass eine bleibende körperliche Beeinträchtigung, also eine Invalidität festgestellt wird. Als bleibend gilt hierbei ein Gesundheitsschaden, sofern dieser mindestens drei Jahre bestehen bleiben wird und bis zum Ende dieser drei Jahre keine Besserung absehbar ist. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die dauerhafte körperliche Beeinträchtigung auch tatsächlich aus dem Unfall resultiert. Sollte somit ein Versicherungsnehmer einen Unfall erleiden und sich auf Grund dieses Unfalls bereits bestehende gesundheitliche Probleme verschlimmern, so ist die private Unfallversicherung nicht zur Zahlung verpflichtet. Im Zweifelsfall können hier jedoch Einzelfallentscheidung zur Prüfung beantragt werden. Oftmals entscheiden die Versicherungsunternehmen, gerade bei langjährigen Bestandskunden, recht kulant.

Der Abschluss einer Unfallversicherung für den Privatbereich kann sich für jedermann lohnen, da niemand sicher sein kann, nicht in einen Unfall verwickelt zu werden. Zwar gehen viele Menschen, gerade junge Personen, oftmals recht naiv von der Annahme aus, dass ihnen schon nichts passieren wird, dennoch beweisen die Unfallstatistiken der letzten Jahren, dass es kontinuierlich zu einer Zunahme von Unfällen gekommen ist. Die dadurch möglicherweise entstehenden Folgekosten sind nicht kalkulierbar. Besonders häufig treten Unfälle im Straßenverkehr, jedoch auch im eigenen Haushalt, auf.

 

Welche Schäden werden durch die Unfallversicherung abgesichert? Die Leistungen und Zusatzleistungen im Überblick!

Eine zusätzliche Versicherung für den Privatbereich federt im Regelfall die Kosten, die direkt nach einem Unfall entstehen, ab. Hierbei handelt es sich meist um einen relativ hohen Geldbetrag, da die Verletzungen oftmals im Rahmen von Unfällen besonders schwer und gravierend sind. Auch übernehmen die Versicherungen in der Folge Kosten, die für einen behindertengerechten Umbau des Hauses oder des Auto fällig werden können. Zudem garantieren die privaten Unfallversicherungen Kostenübernahmen, wenn zusätzliche Therapien nach dem Unfall notwendig werden.

Zu beachten ist jedoch, dass auch Personen, die keine private Unfallversicherung abgeschlossen haben, nicht die gesamten Kosten, die im Rahmen eines Unfalls entstehen können, komplett übernehmen müssen. Unter bestimmten Voraussetzungen können beispielsweise Kostenübernahmen durch die gesetzliche Rentenversicherung, den Integrationsämtern oder der zuständigen Pflegekasse beantragt werden. Nach dem Unfall möglicherweise notwendige Hilfsmittel wie Rollstühle, Prothesen, Rollatoren oder Stützgriffe für das Badezimmer werden standardmäßig von der Krankenkasse übernommen.

Zu den klassischen Leistungen zählt die Kostenübernahme im Falle eines Todes eines Angehörigen in Folge eines Unfalls (bis zu einem Jahr nach dem Unfall). Die Hinterbliebenen können Todesfall-Leistungen in finanzieller Form geltend machen.

Bei einer vollstationären Behandlung nach einem Unfall zahlen die privaten Unfallversicherungen in der Regel bis zu zwei Kalenderjahre für die durch den Krankenhausaufenthalt enstandenen Kosten.

Auch übernehmen die privaten Unfallversicherungen in der Regel die bisherigen monatlichen Einzahlungen in die Rentenkasse, wenn der Versicherungsnehmer nach dem Unfall dazu nicht mehr in der Lage ist. Dies wird meist bei einem Invaliditätsgrad ab 50 % entsprechend gehandhabt.

Die Invaliditätsleistung der privaten Unfallversicherer wird in der Regel dann übernommen, wenn der Unfallgeschädigte unfallbedingt dauerhaft körperlich oder geistig beeinträchtigt ist. In einem solchen Fall erhält der Versicherungsnehmer eine Kapitalzahlung. Die Höhe dieser Zahlung ist stets abhängig von der vorab vereinbarten Versicherungssumme und dem Grad der durch dem Unfall entstandenen Invalidität. Viele private Unfallversicherungen zahlen bereits ab einem Invaliditätgrad von 1 %.

 

Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Unfallversicherungen kosten pro Jahr mindestens 90 Euro. Bei einem hohen Berufsrisiko ist mit einem Betrag bis zu 150 Euro pro Jahr zu rechnen. Neben dem ausgebübten Beruf entscheidet aber auch die vorab festgelegte Versicherungssumme über die jährlichen Kosten dieser Versicherungsart. Da die Auszahlung nach einem Unfall prozentual vorgenommen wird und von der Versicherungssumme abhängt, sollte diese möglichst hoch (mindestens 200.000 Euro) angesetzt werden. Beispielsweise zahlt die Versicherung im Falle eines Verlusts des Auges 50 % der 200.000 Euro, also 100.000 Euro. Wäre die Versicherungssumme vorher auf 300.000 Euro festgelegt worden, hätte der Geschädigte 150.000 Euro bei seiner Unfallversicherung geltend machen können.

Auch haben Versicherungsnehmer stets die Möglichkeit, eine sogenannte „Progression“ mit ihrem Versicherungsanbieter zu vereinbaren. Diese ist zwar in Bezug auf die anfallenden Kosten für die Versicherung weitaus teurer, dafür kann der Versicherungsnehmer jedoch auch mit Kostenübernahmen nach dem Unfall von 100 % bis zu 350 % rechnen.

 

Kein Vergleich ist fast nicht möglich

Viele Online-Vergleichsportale bieten die Möglichkeit an, kostenfrei die unterschiedlichsten Anbieter von Unfallversicherungen und deren Tarife im Rahmen eines Unfallversicherung Vergleich miteinander zu vergleichen. Bereits auf den entsprechenden Websites werden die Gesamtkosten und die Details zu den Vertragskonditionen übersichtlich und ausführlich dargestellt. Erfahrungsberichte im Internet zum Unfallversicherung Test können ebenfalls eine wichtige Hilfe bei der Suche nach dem bestmöglichen Versicherungsanbieter darstellen.

Eine professionelle und persönliche Beratung wird hingegen von Versicherungsmaklern angeboten. Da Versicherungsnehmer oftmals bereits eine Unfallversicherung abgeschlossen haben, dies aber nicht wissen, da es sich nicht selten um eine Zusatzleistung eines anderen Versicherungstyps handelt, sollten alle bereits vorliegenden Versicherungsunterlagen zu einem Beratungstermin mitgenommen werden. Auch können ausgebildete Versicherungsberater auf Grund ihrer Erfahrung günstige Kombinationsangebote empfehlen, die es ermöglichen konsequent zu sparen und somit Rücklagen für eine Notsituation zu bilden.

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